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01.02.2018

Wirtschaftsministerium legt Digitalstrategie für Thüringen vor

Mit der "Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft" hat das Land seinen Fahrplan für ein digitales Thüringen festgelegt und im Kabinett beschlossen. Die Strategie definiert 52 konkrete Maßnahmen für die digitale Entwicklung im städtischen und ländlichen Raum, für Bildung und Forschung sowie die mittelständische Wirtschaft. Unter der Federführung des Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminis­teriums wird die Strategie je nach Zuständigkeit durch die Ministerien umgesetzt, die zukünftig halbjährlich über den Umsetzungsstand berichten. Für die Umsetzung digitaler Projekte hat allein das Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium rund 16,5 Millionen Euro in 2018 und 2019 eingeplant. 

"Die Strategie fasst die bereits seit 2015 laufenden Projekte zur Digitalisierung der Wirtschaft, der Hochschulen, der Verwaltung und zum Breitbandausbau zusammen und ergänzt sie durch neue Maßnahmen der anderen Häuser. Sie soll unser staatliches Handeln bei der Gestaltung einer digitalen Gesellschaft leiten. Die Strategie ist damit nicht nur eine abstrakte Analyse, sondern benennt konkrete Maßnahmen, um das Leben der Menschen in Thüringen zu verbessern", betont Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee.

Grundlage bilde das Ende 2016 vorgelegte Impulspapier für eine "Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft", ein breiter Dialog mit über 200 externen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sowie eine repräsentative Bürgerumfrage. Dabei entschied sich die Landesregierung für eine Schwerpunktsetzung auf die für Thüringen drei zentralen Leitthemen "Mittelstand 4.0", "Digitale Entwicklung im städtischen und ländlichen Raum" sowie "Bildung und Forschung digital". Ergänzt wird die Strategie durch die Querschnittsfelder "Breitbandausbau" und "Digitalisierung der Verwaltung".

"Damit steht der Fahrplan, der Thüringen bis zum Ende des Jahrzehnts bei der Digitalisierung zukunftsfest machen soll", betont Tiefensee weiter. "Die Digitalisierung beeinflusst praktisch alle Lebensbereiche – von der Wirtschaft über Politik und Kultur, das Lernen, Forschen, Wohnen, Einkaufen, die Mobilität bis hin zum Gesundheitswesen und dem Zugang zu Behörden. Deswegen freut es mich, mit der Strategie nicht nur ein Papier vorzulegen, das unter breiter Beteiligung von verschiedenen Akteuren und Bürgern Thüringens entstanden ist, sondern von allen Ministerien gemeinsam entwickelt und getragen wird. Die Umsetzung erfolgt Hand in Hand." 

Unter dem Leitthema "Mittelstand 4.0" sind Maßnahmen gebündelt, die Beratungsangebote zur Digitalisierung ausbauen, die Informationsflut bündeln sowie konkrete Förderung für Digitalisierungsprojekte anbieten  – vom industriellen Mittelstand über das Handwerk und den Tourismus bis hin zur Qualifizierung von Fachkräften für die digitale Arbeitswelt.

Das Leitthema "Digitale Landesentwicklung" fasst Maßnahmen zusammen, die durch digitale Lösungen die Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land sichern sollen – und zwar hinsichtlich der Vernetzung des ländlichen Raumes, der Patientenversorgung und der intelligenten Energieversorgung.

Im Mittelpunkt des Leitthemas "Bildung und Forschung digital" steht die digitale Bildung und der Wissenstransfer über digitale Technologien, um die digitalen Kompetenzen bei Kindern und Erwachsenen weiter auszubauen, die Hochschulen beim digitalen Wandel zukunftsfest zu machen und Vorreiter bei der Erforschung digitaler Innovationen zu sein.

Flankiert wird die Strategie durch die Etablierung eines modernen E-Governments unter der Federführung des Thüringer Finanzministeriums und einer neuen Breitbandstrategie zur Sicherstellung eines flächendeckenden Breitbandausbaus. Insgesamt erhalten Thüringer Landkreise und Regionen aus dem seit Herbst 2015 laufenden Bundesprogramm Breitband 172 Millionen Euro Förderung. Mit den Fördermitteln sollen Investitionen von mehr als 400 Millionen Euro in das Breitbandnetz in Thüringen angeschoben werden. Der Freistaat Thüringen stellt dafür eine ergänzende Finanzierung von mehr als 100 Millionen Euro bereit. Mit dem Ausbau werden rund 215.000 Breitbandanschlüsse in Thüringer Haushalten und Unternehmen neu verlegt oder für höhere Übertragungsraten ertüchtigt.

Zur Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft.

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