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28.02.2018

KI schlägt 20 Anwälte bei der Analyse von Verträgen klar

Eine künstliche Intelligenz (KI) der Plattform Lawgeex hat in einem Test 20 US-Anwälte bei der Analyse von Verträgen klar hinter sich gelassen – sowohl in puncto Genauigkeit als auch bei der Dauer.

Sind Algorithmen die besseren Anwälte? Das vielleicht nicht. Aber eine speziell trainierte KI der auf das Durchleuchten von Verträgen spezialisierten Plattform Lawgeex hat eine Reihe von Top-US-Anwälten bei der Vertragsanalyse geschlagen. Der Test wurde in Zusammenarbeit mit Rechtsprofessoren der Stanford University der Duke University School of Law und der University of Southern California durchgeführt, wie Mashable berichtet.

Analyse von Verträgen: 20 Anwälte gegen eine KI

Demnach stellten sich insgesamt 20 erfahrene US-Anwälte einem Vergleich mit der Lawgeex-KI. Ziel war es, innerhalb von vier Stunden fünf NDA (Verträge über Geheimhaltung) zu überprüfen und 30 rechtliche Probleme zu identifizieren. Das Ergebnis: Die KI hat die Anwälte um Längen geschlagen. Der Algorithmus brauchte nicht nur deutlich weniger Zeit – nämlich nur 26 Sekunden –, sondern erreichte auch eine Genauigkeit von 94 Prozent. Die Anwälte benötigten im Schnitt 92 Minuten und waren nur zu 85 Prozent genau. Bei einem Vertrag konnte die KI sogar eine hundertprozentige Genauigkeit erreichen, während der beste der konkurrierenden Anwälte auf 97 Prozent kam.

Einem der teilnehmenden Anwälte, Grant Gulovsen, zufolge, habe es sich bei der Analyse der Verträge um eine Aufgabe gehandelt, die Anwälte normalerweise täglich erledigen würden. Damit wird die KI Anwälte in Zukunft nicht ersetzen, aber entsprechende Tools könnten den Rechtsexperten Arbeit abnehmen und ihnen Freiräume für die Beratung oder kompliziertere Aufgaben schaffen. Algorithmen könnten etwa bestimmte wichtige Abschnitte in Dokumenten markieren, die sich die Anwälte dann genauer anschauen könnten.Angehende Juristen sollten die KI-Tools und ähnliche Technologien verstehen lernen, erklärte Erika Buell, Professorin an der Duke University School of Law gegenüber Mashable. Denn sie könnten ihnen dabei helfen, bessere Anwälte zu werden und die zukünftige Anwaltspraxis zu optimieren.

Quelle: t3n.de

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